Presseerklärung zur geplanten Auslagerung der Freizeitflächen (17.1.2020)

Nach eineinhalb Jahren Verzögerung wird endlich die Forderung der SPD-Stadtratsfraktion aufgegriffen, die Verlagerung der Sport-und Freizeitflächen sorgfältig vorzubereiten und nicht einfach so Rutzmoos als Standort festzulegen.

Wie Bürgermeister Grundner in der jüngsten Stadtratssitzung mitteilte, soll in der Bedarfsanmeldung für die Städtebauförderung ein Konzept für Kommunale Sportentwicklungsplanung (100000 Euro förderfähige Kosten) aufgenommen werden.

Bevor man sich endgültig auf Rutzmoos oder einen anderen Standort festlegt, sind unserer Ansicht nach unter anderem eine Machbarkeitsstudie sowie eine sorgfältige Bedarfsanalyse zwingend erforderlich. Sowohl die Bodenuntersuchungen der Bahn etwas weiter südlich als auch Bodenuntersuchungen des Büros „Aquasoli“ im Bereich südlich des Hochwasserbeckens haben ergeben, dass die Bodenbeschaffenheit in diesem Gebiet sehr unterschiedlich ist und innerhalb weniger Meter stark variieren kann.

Teilweise tritt in geringer Tiefe bereits gespanntes Grundwasser auf. Daher ist es mehr als fraglich, ob in Rutzmoos ein Freibad, für das man bis zu 5 Meter in die Tiefe gehen muss, oder ein Schwimmteich realisiert werden kann.

Zudem müssen die Auswirkungen einer künftigen Sport- und Freizeitfläche auf den Verkehr genau untersucht werden. Zusammen mit den Verantwortlichen der betroffenen Sportvereine muss der Bedarf ermittelt werden. Gegebenenfalls müssen auch andere Standorte in Betracht gezogen werden. Darüber hinaus ist noch völlig offen, ob die erforderlichen Grundstücke in Rutzmoos zur Verfügung stehen.Ferner muss untersucht werden, ob es sinnvoll ist, alle Freizeitanlagen auszulagern.

Die SPD-Fraktion im Stadtrat hat daher bereits im November 2018 beantragt, einen Projektleiter für die Verlagerung der Freizeitflächen einzustellen. Auch wenn das Ergebnis des Konzeptes feststeht, muss es einen zentralen Ansprechpartner mit entsprechenden Kapazitäten in der Stadtverwaltung geben. Vom bestehenden Personal ist das nicht zusätzlich leistbar.

Ferner muss in diesem Zusammenhang auch geprüft werden, ob ein Hallenbad Teil eines neuen Sportareals sein kann. Als Mittelzentrum gehört es zu den Aufgaben der Stadt, eine entsprechende Infrastruktur für das Umland bereitzustellen. Immer mehr Kinder können überdies nicht schwimmen. Ein entsprechender Antrag wurde von der SPD-Fraktion bereits im Juni 2018 eingereicht. Anregungen zur künftigen Entwicklung der Sportflächen sollen auch aus der Bevölkerung eingeholt werden, beispielsweise in Form einer Bürgerwerkstatt oder einer Umfrage.

Nachdem im Sommer 2018 bekannt wurde, dass Dorfen den Zuschlag für die Landesgartenschau nicht erhält, ist in Sachen Sportstättenverlagerung nichts geschehen. Es ist an der Zeit, endlich zu handeln und die Verlagerung der Sportstätten vorausschauend zu planen! Dies gilt insbesondere für den TSV, der hauptsächlich für die Jugendarbeit dringend mehr Platz benötigt.

Simone Jell-Huber, SPD- Fraktion im Dorfener Stadtrat