Eingereicht: 16.01.2026
Die SPD im Stadtrat rollt die Standortdebatte über das Freibad neu auf und hat am 16.1.26 beantragt, dass das Freibad am jetzigen Standort bleibt.
Hier der Wortlaut unseres Antrages:
Der Stadtrat möge beschließen:
Das Dorfener Freibad bleibt an seinem jetzigen Standort bestehen und wird saniert. Eine entsprechende Planung, die auch eine Verringerung der Lärmimmissionen für die Anlieger beinhaltet, wird in Auftrag gegeben. Fördermittel beim Land Bayern und gegebenenfalls beim Bund werden dafür beantragt.
Begründung:
Seit dem Beschluss über das Sportflächenkonzept im Jahr 2024 haben sich neue Erkenntnisse ergeben. Die Frage nach einem geeigneten Grundstück ist nach wie vor ungeklärt. Die Haushaltslage der Stadt Dorfen ist zunehmend angespannt.
Daher ist ein Neubau eines Freibades an einem anderen Standort kaum realisierbar. Darüber hinaus hat neben dem Freistaat Bayern, der die Kommunen mit einem Sonderprogramm Förderung bei der Sanierung ihrer Schwimmbäder unterstützt, auch der Bund ein Förderprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten ins Leben gerufen, das voraussichtlich im Jahr 2026 erneut aufgelegt wird. Bei einer Sanierung des Bades könnten diese Fördermittel beantragt werden.
Grundsätzlich ist das Bad aufgrund seiner zentralen Lage für Menschen jeden Alters relativ gut erreichbar, was an einem Standort am Stadtrand nicht gegeben wäre. Insbesondere die Lage für Schwimmunterricht an den Dorfener Schulen ist am jetzigen Standort ideal. Bei der Planung für eine Sanierung, die den erklärten Auftrag haben muss, dass das Freibad an seinem bisherigen Standort bleibt, müssen auch Möglichkeiten zur Verringerung der Lärmimmissionen beauftragt werden. Denkbar wäre hier beispielsweise eine höhere Lärmschutzwand, die so gebaut wird, dass man sie mit PV-Modulen bestücken kann, oder eine mehrstöckige Riegelbebauung hin zu den Wohngebäuden, die das Freibad abschirmt. Dort könnten neben einem Eingangsbereich, Umkleiden und Sanitäranlagen auch beispielsweise Gymnastikräume in den oberen Stockwerken entstehen.
Daher muss die generelle Standortfrage neu betrachtet werden, mit dem erklärten Ziel, dass das Bad an seinem bisherigen Standort bleibt.
Simone Jell-Huber für die SPD-Stadtratsfraktion
Simone Jell-Huber